Syrien 2011 - Sam Ali wird in den Anfängen des Bürgerkriegs verhaftet, kann aber in den Libanon flüchten. Als syrischer Geflüchteter ist er in Beirut nicht gerade willkommen und er sucht nach Fluchtwegen. Doch wie an ein Visum kommen? Auf einer Kunstausstellung lernt er Starkünstler Jeffrey Godefroy kennen. Dieser Mephisto macht ihm ein Angebot, das Sam in seiner Verzweiflung annimmt: Im Austausch gegen ein Schengen-Visum lässt sich Sam genau dieses Visum großflächig auf seinen Rücken tätowieren und wird so zu dessen neuestem Kunstwerk. Doch bedeutet die Reisefreiheit, die Sam als Kunstwerk genießt, zugleich auch seine persönliche Freiheit?
Vom 16.-27.06.2021 auch ONLINE verfügbar
Regisseurin und Drehbuchautorin Kaouther Ben Hania (*1977) studierte zunächst Film in Tunesien, bevor sie für ein Dramaturgiestudium nach Paris zog. 2001 inszenierte sie mit LES IMAMS VONT À L’ÉCOLE ihren ersten Langfilm. THE MAN WHO SOLD HIS SKIN (2020) feierte seine Premiere beim Filmfestival von Venedig und gewann dort zwei Preise, u.a. für die Leistung des Hauptdarstellers.
Foto: © Nadim Cheikhrouha